Rund 80 Bürgerinnen und Bürger beim Rundgang durch das Wäldchen im Selhofer Süden
Am Sonntag 19.April luden wir zu einem Rundgang durch den Selhofer Süden, das sogenannte „Wäldchen“, ein – und rund 80 interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung, um sich vor Ort ein Bild zu machen und in den Austausch zu gehen.
Ein Gebiet mit besonderer ökologischer Bedeutung
In kurzen, fachkundigen Vorträgen wurden die Vorzüge des Gebietes herausgestellt und mögliche Auswirkungen einer Bebauung erläutert. Die Biodiversität des stadtnahen Geländes liegt mit rund 30 Arten teilweise über dem, was im Naturschutzgebiet „Siebengebirge“ zu finden ist – da dort häufig die niedrigere Kraut- und Baumschicht fehlt.
Auch für das Regen- und Grundwassermanagement sowie den Hitzeschutz kommt dem Gebiet eine herausragende Bedeutung zu. Der jüngst veröffentlichte Klimaatlas NRW stuft solche Flächen als „hoch empfindlich gegenüber Eingriffen“ ein und hält fest: „Sollten trotz Bedenken in solchen Gebieten Planungen in Erwägung gezogen werden, sind hier klimatische Gutachten notwendig.“
Engagierte Diskussion und gemeinsames Grillen
Viele Teilnehmende zeigten sich engagiert für den Erhalt des 280.000 m² großen Areals. Besorgte Bürgerinnen und Bürger stellten kritische, zugleich berechtigte Fragen, die offen diskutiert wurden. Im Anschluss luden wir zum gemeinsamen Grillen ein, das Raum für weiteren konstruktiven Austausch bot.
Wie positionieren sich die politischen Fraktionen?
Die große Resonanz unterstreicht das anhaltende Interesse der Bad Honnefer Bevölkerung an der Entwicklung des Gebiets. Spannend bleibt, wie sich die politischen Fraktionen zu diesem kritischen Thema positionieren werden. Wir werden die Öffentlichkeit weiterhin umfassend informieren – unter anderem über unsere Homepage.
