Wasser-Management im Gebiet Selhof-Süd
Wer den oberen Lichweg entlang geht, kann sehen, dass der Weg ausgewaschen ist. Bei normalem Regen laufen größere Mengen Wasser vom Berg herunter, nicht nur auf dem Lichweg, sondern im gesamten Gebiet. Im Wald, Buschland und auf den Wiesen versickert dies auf dem Weg ins Tal auf Grund der Bodenverhältnisse. Dies hat den positiven Effekt, dass in den unteren Gebieten Dellenweg, rieschweg, Linzer Straße etc. kein Problem mit größeren Wassermassen auf den bebauten lächen entsteht.
Sollte das Gebiet bebaut werden, müssten zur Entwässerung seitens des Abwasserwerks entsprechend kostspielige Anlagen gebaut werden. Ob diese bei Starkregenereignissen ausreichen, ist schwer einzuschätzen. Diese neuen, teuren Bauwerke werden über die Abschreibung und die kalkulatorischen Zinsen Auswirkungen auf die Abwasserpreise für alle Bürger in Bad Honnef haben
Wenn die Fläche großflächig versiegelt ist, kann auch kein Wasser versickern und dem Grundwasser zugeführt werden. Das Grundwasser in unserem Gebiet wird jetzt schon weniger, wie aus Satelliten-Auswertungen hervorgeht
Das Trinkwasser für Bad Honnef und Unkel wird im Wasserwerk an der Lohfelder Straße gefördert: zum einem aus Grundwasser, welches über die Wasserschutzgebiete in Selhof-Süd bis in die Lohfelder Straße fließt, zum anderen Teil aus dem Uferfiltrat des Rheins.
Allerdings sinken besonders im Sommer die Wasserstände im Rhein immer mehr, da in den Alpen die Gletscher stark abschmelzen und so die kontinuierliche Wasserzufuhr geringer wird. Wenn dem Wasserwerk nicht genug Wasser zur Verfügung steht, muss Trinkwasser hinzugekauft werden, was den Preis steigern wird.
Auch der Städte- und Gemeindebund NRW benennt das Problem: „Grundwasserkörper füllen sich nur über sehr lange Zeiträume wieder auf und stehen durch den Klimawandel zusätzlich unter Druck“. „Auch wenn Wasserknappheit momentan kein Thema in ganz NRW ist, sind die Vorsorge hinsichtlich Mangellagen und der Umgang mit ihnen etwas, womit sich das Land und die Kommunen intensiv beschäftigen“ Quelle: WDR.de.
Jülich, das wie Bad Honnef sein Trinkwasser aus tiefen Grundwasserschichten bezieht, hat aktuell durch die heißen, trockenen Tage schon im Mai das Problem, dass die Speicher durch den außergewöhnlich hohen Verbrauch zur Neige gehen. Daher rufen die Stadtwerke die Bürger auf, verantwortungsvoll und sparsam zu sein: „Kein Rasensprengen und Pool befüllen“ Quelle: Stadtwerke Jülich
